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title: "Wann fällt das Auslandseinsatzentgelt der Kreditkarte an?"
description: "Wann eine Karte den Auslandsaufschlag berechnet, warum er auch bei Zahlungen in Euro anfallen kann, wie er sich vom Wechselkurs unterscheidet und wo er sich vermeiden lässt."
url: "https://benefitsystems.io/wissen/fremdwaehrungsgebuehr"
lang: "de"
category: "Karten und Geld · Gebühren"
domain: "reise"
pillar: "karten-und-geld"
status: "entwurf"
published: "2026-09-18"
reviewed: "2026-10-06"
type: "Artikel"
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# Wann fällt das Auslandseinsatzentgelt der Kreditkarte an?

> **Entwurf.** Dieser Beitrag erfüllt die Redaktionsregel noch nicht vollständig und ist nicht indexiert.

Die Fremdwährungsgebühr ist ein prozentualer Aufschlag des Kartenherausgebers auf Umsätze, die nicht in der Abrechnungswährung der Karte anfallen. Sie ist unabhängig vom Wechselkurs und kann auch bei Beträgen in Euro anfallen, wenn der Zahlungsabwickler im Ausland sitzt. Maßgeblich ist das Preisverzeichnis der Karte, nicht die Anzeige am Terminal.


## Auf einen Blick

| Posten | Wer ihn berechnet | Woran er hängt |
|---|---|---|
| Wechselkurs | das Kartennetzwerk | Kurs am Tag der Abrechnung |
| Fremdwährungsgebühr | der Kartenherausgeber | Abrechnungswährung und Abwickler |
| Aufschlag am Terminal | Dienstleister der Akzeptanzstelle | deine Wahl am Gerät |
| Abhebungsentgelt | der Kartenherausgeber | Bargeldbezug |
| Automatenentgelt | der Automatenbetreiber | der gewählte Automat |
| Zinsen | der Kartenherausgeber | Behandlung der Abhebung als Kredit |

## Was die Gebühr ist und was nicht

Die Fremdwährungsgebühr ist ein Entgelt des Kartenherausgebers, kein Wechselkurs. Sie wird als
Prozentsatz auf den umgerechneten Betrag berechnet und erscheint entweder als eigene Zeile
oder als Aufschlag im gebuchten Betrag. Nachlesen lässt sie sich im Preis- und
Leistungsverzeichnis der Karte.

Der Wechselkurs selbst kommt von einer anderen Stelle: vom Kartennetzwerk, das täglich einen
Kurs veröffentlicht. Dieser [Interbankenkurs](/de/glossar/interbankenkurs) liegt nah am
Devisenmarkt, und er ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass die Gebühr danach kommt und
selten neben dem Kurs genannt wird.

Zwei Karten mit identischem Wechselkurs können deshalb bei derselben Zahlung unterschiedlich viel
kosten. Den Unterschied macht allein die Gebühr, und die ist eine Eigenschaft des Produkts, keine
Naturkonstante.

## Wo sie anfällt

### Nicht am Land, sondern an der Währung

Die verbreitete Vorstellung, die Gebühr falle im Ausland an, ist ungenau. Sie fällt bei
Umsätzen an, die nicht in der Abrechnungswährung der Karte abgerechnet werden. Eine Zahlung im
Ausland in der eigenen Währung kann deshalb ohne Gebühr bleiben, und eine Zahlung im Inland an
einen ausländischen Abwickler kann sie auslösen.

Beim Onlinekauf überrascht die Gebühr besonders oft. Ein Anbieter mit Sitz im Ausland zeigt den
Preis in Euro, und trotzdem fällt sie an, weil der Umsatz über einen ausländischen Abwickler
läuft. Der Händlername verrät darüber nichts.

Maßgeblich ist, was im Preisverzeichnis steht. Dort findet sich meist eine Formulierung über
Umsätze in Fremdwährung oder über Umsätze außerhalb eines bestimmten Währungsraums, und an dieser
Formulierung hängt die Gebühr, an der Landesgrenze nicht.

### Bei Bargeld kommen mehrere Posten zusammen

Eine Abhebung im Ausland ist der teuerste Einzelvorgang, den eine Reisekasse kennt, weil dort
bis zu vier Posten gleichzeitig anfallen: Fremdwährungsgebühr, Abhebungsentgelt des
Herausgebers, Automatenentgelt des Betreibers und, je nach Produkt, Zinsen ab dem ersten Tag.

Am häufigsten übersehen werden die Zinsen. Viele Kreditkarten behandeln Bargeld wie einen
Kredit, für den der zinsfreie Zeitraum nicht gilt. Wird der Betrag erst zur Fälligkeit
ausgeglichen, laufen Zinsen für die gesamte Zeit dazwischen.

Wie sich diese Posten sortieren lassen und welcher Weg am wenigsten kostet, behandelt
[Wie du im Ausland am günstigsten Bargeld bekommst](/de/bargeld-im-ausland).

### Am Terminal kommt ein weiterer Aufschlag dazu

Wählst du am Terminal die Heimatwährung, kommt ein zweiter Aufschlag hinzu, diesmal vom
Dienstleister der Akzeptanzstelle. Dieser Aufschlag steckt im angezeigten Kurs und ist nicht
als Gebühr ausgewiesen.

Die verbreitete Annahme, dadurch entfalle die Fremdwährungsgebühr, stimmt bei vielen Karten
nicht: Wo der Herausgeber an den Abwickler anknüpft, fällt sie zusätzlich an, und zwar auf den
bereits erhöhten Betrag. Beide Kosten addieren sich, statt sich zu ersetzen. Am Gerät fällt das
kaum auf, weil der Betrag in vertrauter Währung erscheint und übersichtlich wirkt. Erst auf der
Abrechnung zeigt sich, dass zwei Aufschläge darin stecken.

Die vollständige Mechanik dieses zweiten Aufschlags steht in
[Warum du im Ausland nie in deiner Heimatwährung zahlen solltest](/de/dynamic-currency-conversion).

### Debitkarte und Kreditkarte rechnen verschieden ab

Zwischen beiden Kartenarten liegen zwei Unterschiede, die im Ausland Geld kosten.

**Der Zeitpunkt der Umrechnung.** Bei einer Debitkarte wird der Betrag häufig sofort vom Konto
abgebucht, bei einer Kreditkarte erst mit der Abrechnung. Der Kurs ist deshalb ein anderer,
und bei stark schwankenden Währungen fällt das auf. Je nachdem, in welche Richtung sich die
Währung zwischen Zahlung und Abrechnung bewegt, kann der spätere Kurs für dich oder gegen dich
laufen, vorhersagen lässt sich das nicht.

**Die Behandlung von Reservierungen.** Mietwagen und Hotels reservieren Beträge im Voraus. Bei
einer Debitkarte blockiert das echtes Guthaben, bei einer Kreditkarte nur [Verfügungsrahmen](/de/glossar/kreditrahmen).
Wird die Reservierung später zu einem anderen Kurs freigegeben, entsteht eine Differenz, die
niemand angekündigt hat.

Für Reisen mit größeren Kautionen ist die Kreditkarte deshalb meist das ruhigere Instrument,
unabhängig von der Gebührenfrage. Nimmst du nur eine Karte mit, solltest du wissen, welche der
beiden Bauarten es ist.

## Rechenbeispiel: dieselbe Rechnung, drei Karten

Eine Hotelrechnung über 400 Einheiten Landeswährung wird mit drei verschiedenen Karten bezahlt.
Gerechnet wird mit einem Netzwerkkurs von 1,17; Karte A erhebt keine Gebühr, Karte B 1,75 Prozent
und Karte C 2,00 Prozent.

| | Karte A | Karte B | Karte C |
|---|---:|---:|---:|
| Umgerechneter Betrag | 468,00 | 468,00 | 468,00 |
| Fremdwährungsgebühr | 0,00 | 8,19 | 9,36 |
| **Belastung gesamt** | **468,00** | **476,19** | **477,36** |

Die Gebühr ist jeweils der Prozentsatz auf den umgerechneten Betrag: 1,75 Prozent von 468,00
ergeben 8,19, zwei Prozent ergeben 9,36. Die drei Sätze sind Beispielwerte, kein Auszug aus einem
Preisverzeichnis. Für die eigene Karte setzt du einfach den Satz ein, der dort in der Zeile zu
Fremdwährungsumsätzen steht.

Zwischen der günstigsten und der teuersten Karte liegen bei einer einzelnen Hotelrechnung weniger
als zehn Einheiten. Über zwei Wochen Urlaub mit mehreren größeren Zahlungen wird daraus ein
Betrag, der eine Kartenwahl rechtfertigt, aber keine Panik.

Auffällig ist der umgerechnete Betrag. Er ist bei allen drei Karten identisch, weil der Kurs vom
Netzwerk kommt, und eine Karte wegen eines angeblich besseren Kurses zu wählen, hieße nach einem
Merkmal zu wählen, das es so nicht gibt.

## Wie du deine eigene Lage prüfst

Was eine Karte im Ausland kostet, klären drei Handgriffe in zusammen zehn Minuten.

**Das Preisverzeichnis öffnen.** Gesucht wird die Zeile zu Umsätzen in Fremdwährung. Dort
steht der Satz, und dort steht auch, woran er anknüpft, also an der Währung oder am Sitz des
Abwicklers.

**Eine alte Abrechnung nachrechnen.** Ein Auslandsumsatz aus dem letzten Jahr, der gebuchte
Betrag, der Kurs des Netzwerks am Buchungstag. Fremdbetrag mal Kurs ergibt die Belastung ohne
Gebühr, die Differenz zum gebuchten Betrag ist die Gebühr, und sie lässt sich gegen das
Preisverzeichnis halten.

**Die Abhebungen getrennt ansehen.** Für Bargeld gelten andere Zeilen. Bei Abhebungen im Urlaub
kommen Abhebungsentgelt und Zinsbeginn dazu, und dort entstehen die größeren Beträge.

Für eine zweite Karte, die nur im Ausland zum Einsatz kommt, zählt ein einziges Kriterium,
nämlich keine Gebühr auf Fremdwährungsumsätze. Bonusprogramme, Versicherungen und alles andere
sind für diesen Zweck zweitrangig.

## Wann sich der Aufwand nicht lohnt

In diesen Lagen kostet die Optimierung mehr, als sie bringt:

- **Wenige kleine Auslandsumsätze.** Bei Beträgen im zweistelligen Bereich summiert sich der
  Unterschied auf Kleingeld. Eine zweite Karte lohnt dafür nicht.
- **Eine Reise im Jahr in der eigenen Währung.** In einem Land mit derselben
  Abrechnungswährung spielt diese Gebühr ohnehin keine Rolle.
- **Karten mit hoher [Jahresgebühr](/de/glossar/jahresgebuehr) wegen des Auslandsvorteils.** Die eingesparten Prozente
  müssen die Gebühr erst übersteigen, und das braucht erhebliche Auslandsumsätze.
- **Wenn ohnehin Zinsen laufen.** Kartenzinsen kosten ein Vielfaches des Aufschlags. Bei einem
  mitgenommenen Saldo wird an der falschen Stelle gespart.
- **Wenn schon eine Karte ohne Gebühr im Portemonnaie steckt.** Die Entscheidung ist dann einmal
  gefallen, und weiteres Nachdenken bringt nichts mehr.

## Was im Preisverzeichnis wirklich steht

Die Formulierungen in Preisverzeichnissen sind verschieden, und die Unterschiede entscheiden
über den Einzelfall. Vier Varianten kommen regelmäßig vor.

**Umsätze in Fremdwährung.** Die häufigste Formulierung. Sie knüpft an die Währung des
Umsatzes an, und damit bleibt eine Euro-Zahlung an einen ausländischen Händler gebührenfrei,
solange der Umsatz in Euro abgerechnet wird.

**Umsätze außerhalb des Euroraums.** Diese Variante knüpft an den Raum an, nicht an die
Währung. Eine Euro-Zahlung an einen Abwickler ausserhalb des Euroraums löst die Gebühr dann
aus, obwohl der Betrag in Euro steht.

**Umsätze im Ausland.** Die unschärfste Variante. Sie lässt offen, ob der Sitz des Händlers
oder der des Abwicklers zählt, und dort entstehen die Streitfälle, die sich nur mit einer
Rückfrage beim Herausgeber klären lassen.

**Umsätze über ausländische Zahlungsdienstleister.** Die klarste Variante für Onlinekäufe,
weil sie den Auslöser benennt. Sie ist selten, und wo sie steht, weiß man wenigstens, woran man
ist.

In einem Streit über die Gebühr zählt der Wortlaut im Preisverzeichnis. Das Gefühl, im Inland
gezahlt zu haben, hilft dabei nicht. Wie eine solche Auseinandersetzung abläuft, wenn sie
eskaliert, steht in [Chargeback und Rückbuchung](/de/chargeback).

## Was das für die Kartenwahl bedeutet

Für die meisten Reisenden ist die Entscheidung einfacher, als die Vielfalt der Angebote
vermuten lässt. Drei Fälle decken fast alles ab.

**Seltene Reisen im Euroraum** brauchen keine besondere Karte. Die Gebühr kommt kaum vor, und
eine zweite Karte kostet Aufmerksamkeit ohne Gegenwert.

**Regelmäßige Zahlungen außerhalb des Euroraums** laufen am besten über eine Karte ohne
Fremdwährungsgebühr, die ausschließlich dafür benutzt wird. Keine andere Optimierung
funktioniert ohne laufenden Aufwand.

**Bargeld im Ausland** verschiebt die Rechnung zu Abhebungsentgelt und Zinsbeginn, denn dort
liegt der größere Betrag. Die Gebühr ist in diesem Fall der kleinere Teil, wie
[Wie du im Ausland am günstigsten Bargeld bekommst](/de/bargeld-im-ausland) zeigt.

## Die häufigsten Fehler

- **Gebühr und Wechselkurs verwechseln.** Der Kurs kommt vom Netzwerk und ist bei allen Karten
  gleich; die Gebühr legt der Herausgeber fest.
- **Die Gebühr am Land festmachen.** Sie hängt an Währung und Abwickler und kann deshalb auch bei
  Euro-Beträgen anfallen.
- **Am Terminal in Euro abrechnen, um sie zu vermeiden.** So kommt ein zweiter Aufschlag dazu,
  und bei vielen Karten bleibt die Gebühr trotzdem.
- **Bargeld wie einen Einkauf behandeln.** Abhebungen haben eigene Entgelte, und der zinsfreie
  Zeitraum gilt dort oft nicht.
- **Nur auf den Prozentsatz schauen.** Bei Abhebungen wiegen Mindestentgelte und Zinsbeginn
  schwerer als der Satz.
- **Die Gebühr beim Händler reklamieren.** Der Händler hat sie nie erhoben. Die Rückfrage gehört
  zum Herausgeber.

## Ein Wort zu Reisekonten und Mehrwährungskonten

Neben Karten ohne Gebühr gibt es Konten, die Guthaben in mehreren Währungen führen. Sie lösen
das Problem anders und bringen eigene Fragen mit.

**Wie sie funktionieren.** Das Konto hält Beträge in der Zielwährung, und die Zahlung geht
direkt daraus. Eine Umrechnung findet beim Aufladen statt, nicht beim Bezahlen, und dafür gilt
der Kurs des Anbieters.

**Wo der Vorteil liegt.** Früh gekaufte Währung hat einen Kurs, der im Voraus feststeht und
gegen Schwankungen zwischen Buchung und Abrechnung schützt. Für längere Aufenthalte ist das
angenehm.

**Wo die Kosten sitzen.** Im Kurs beim Aufladen, in Gebühren für Abhebungen und teilweise in
Entgelten am Wochenende, wenn die Devisenmärkte geschlossen sind. Bei nur zwei Wochen Reise
bleibt selten genug übrig, um den Aufwand zu rechtfertigen.

## Was Händler und Abwickler damit zu tun haben

Händler und Zahlungsabwickler werden oft verwechselt, obwohl für die Gebühr meist nur einer von
beiden zählt.

Der **Händler** ist, bei wem du kaufst. Sein Sitz steht auf der Rechnung und ist für die
Gebühr häufig belanglos.

Der **Abwickler** ist das Unternehmen, das die Kartenzahlung technisch abwickelt und den
Umsatz ins Kartennetzwerk einspeist. Sein Sitz und die Währung, in der er einreicht,
entscheiden bei vielen Herausgebern über die Gebühr.

Auf Reisen bekommt man den Abwickler selten zu Gesicht, beim Onlinekauf spielt er dagegen ständig
mit. Ein Anbieter mit deutscher Adresse kann über einen Abwickler in einem anderen Land
einreichen, und die Gebühr erscheint, ohne dass der Kauf ausländisch gewirkt hätte.

## Verwandte Themen

- [Warum du im Ausland nie in deiner Heimatwährung zahlen solltest](/de/dynamic-currency-conversion)
- [Wie du im Ausland am günstigsten Bargeld bekommst](/de/bargeld-im-ausland)
- [Was ein mitgenommener Kartensaldo kostet](/de/kartensaldo-zinsen)
- [Ab welcher Jahresgebühr eine Karte sich nicht mehr lohnt](/de/jahresgebuehr-rechnung)
- [Was Kreditkarten-Reiseversicherungen abdecken](/de/kreditkarten-reiseversicherung)
- [Chargeback und Rückbuchung](/de/chargeback)

## Häufige Fragen

### Was ist eine Fremdwährungsgebühr?

Ein prozentualer Aufschlag, den der Kartenherausgeber auf Umsätze berechnet, die nicht in der Abrechnungswährung der Karte anfallen. Er ist eine Gebühr des Herausgebers und hat mit dem Wechselkurs des Kartennetzwerks nichts zu tun.

### Fällt die Gebühr auch bei Zahlungen in Euro an?

Das kann vorkommen. Viele Herausgeber knüpfen die Gebühr an den Sitz des Zahlungsabwicklers oder an die Währung des zugrunde liegenden Umsatzes, nicht an die Währung, die auf der Rechnung steht.

### Wie unterscheidet sich die Gebühr vom Wechselkurs?

Der Wechselkurs stammt vom Kartennetzwerk und liegt nah am Interbankenkurs. Die Gebühr kommt danach obendrauf und steht als eigener Posten oder als Aufschlag im Preisverzeichnis der Karte.

### Wie hoch ist die Gebühr üblicherweise?

Der Satz unterscheidet sich je Karte und Herausgeber und ändert sich mit den Bedingungen. Er steht im Preis- und Leistungsverzeichnis, und dieses Dokument ist die einzige verbindliche Quelle dafür.

### Gibt es Karten ohne Fremdwährungsgebühr?

Ja, sowohl unter Kredit- als auch unter Debitkarten. Wer regelmäßig im Ausland zahlt, spart mit einer solchen Karte zuverlässiger als mit jeder Optimierung am Terminal.

### Fällt die Gebühr auch bei Bargeldabhebungen an?

In der Regel ja, und dort kommen meist weitere Posten dazu: ein Entgelt für die Abhebung, oft ein Automatenentgelt des Betreibers und Zinsen, falls die Karte Abhebungen wie einen Kredit behandelt.

### Hilft es, am Terminal in Euro abzurechnen?

Nein, meist schadet es. Die Umrechnung am Terminal bringt einen eigenen Aufschlag, und die Fremdwährungsgebühr entfällt dadurch bei vielen Karten trotzdem nicht.

### Warum taucht die Gebühr manchmal erst später auf?

Weil die Abrechnung nicht am Tag des Kaufs erfolgt. Autorisierung und Buchung liegen auseinander, und erst bei der Buchung stehen Kurs und Gebühr fest.

### Fällt die Gebühr bei Onlinekäufen an?

Wenn der Umsatz in fremder Währung abgerechnet wird oder der Abwickler im Ausland sitzt, ja. Der Sitz des Händlers ist dabei weniger entscheidend als der Sitz seines Zahlungsdienstleisters.

### Kann ich die Gebühr zurückfordern?

Nur wenn sie falsch berechnet wurde, etwa bei einem Umsatz in der eigenen Abrechnungswährung mit inländischem Abwickler. Dann ist der Herausgeber der richtige Adressat, nicht der Händler.

### Gilt die Gebühr auch innerhalb Europas?

Sie hängt nicht am Kontinent, sondern an der Währung und am Abwickler. Zahlungen in Ländern mit eigener Währung lösen sie aus, auch wenn sie innerhalb Europas liegen.

## Quellen

- [Volksbanken Raiffeisenbanken: Auslandseinsatzentgelt bei Kreditkarten & Debitkarten](https://www.vr.de/privatkunden/themenwelten/finanzen/kredit-finanzierung/auslandseinsatzentgelt.html)
- [BaFin: Bezahlen und Geld abheben im Ausland](https://www.bafin.de/DE/verbraucherinnen-verbraucher/themen-finanzprodukte/konten-zahlungen/zahlungen/bezahlen-im-ausland/bezahlen-im-ausland_node.html)
- [Hanseatic Bank: Bezahlen im Ausland: Wann fallen welche Gebühren an?](https://www.hanseaticbank.de/klarmacher/bezahlen/bezahlen-im-ausland-womit-geht-es-am-besten-und-am-guenstigsten)
- [Sparkasse: Kreditkarte im Ausland nutzen: Unsere Tipps](https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/reisen/kreditkarten-im-ausland.html)
- [DKB: Kartenzahlungen im Ausland: Wie du Gebühren vermeidest](https://www.dkb.de/finanzwissen/kartenzahlungen-im-ausland-wie-du-gebuehren-vermeidest)
