Glossar

Was ist das Montrealer Übereinkommen?

Das Montrealer Übereinkommen ist ein internationaler Vertrag, der die Haftung von Airlines für Gepäck, Verspätung und Personenschäden im internationalen Verkehr regelt.

Das Montrealer Übereinkommen ist ein internationaler Vertrag, der die Haftung von Airlines für Gepäck, Verspätung und Personenschäden im internationalen Verkehr regelt.

Auch: Montreal Convention.

Wie es funktioniert#

Es gilt zwischen den Vertragsstaaten und legt Haftungshöchstgrenzen sowie Fristen fest, innerhalb derer ein Schaden angezeigt werden muss. Die Haftung besteht verschuldensunabhängig bis zu einer Höchstsumme; darüber hinaus nur, wenn der Airline ein Verschulden nachgewiesen wird. Ansprüche daraus bestehen neben den europäischen Fluggastrechten und schließen sie nicht aus.

Nicht zu verwechseln mit#

Das Montrealer Übereinkommen ist nicht dasselbe wie die europäische Fluggastrechteverordnung: Das Übereinkommen regelt Schadenersatz, die Verordnung pauschale Ansprüche bei Störungen.

Auf Englisch#

Der englische Fachbegriff lautet Montreal Convention. Englische Fassung dieses Begriffs

Verwandte Begriffe#

  • Gepäckhaftung: Gepäckhaftung ist die Einstandspflicht der Airline für verspätetes, beschädigtes oder verlorenes Reisegepäck, begrenzt auf einen Höchstbetrag je Reisendem.
  • Sonderziehungsrecht: Ein Sonderziehungsrecht ist eine internationale Rechnungseinheit des Währungsfonds, in der die Haftungsgrenzen für Gepäckschäden ausgedrückt werden.
  • Gepäckschadensmeldung: Eine Gepäckschadensmeldung ist das am Flughafen aufgenommene Protokoll über fehlendes oder beschädigtes Gepäck und die Grundlage jedes späteren Anspruchs.

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