Ein Interline-Abkommen ist ein Vertrag zwischen zwei Airlines über die gegenseitige Anerkennung von Tickets, Gepäckdurchgabe und Umbuchung im Störungsfall.
Auch: Interline-Vereinbarung.
Wie es funktioniert#
Ohne dieses Abkommen kann eine Airline einen Reisenden nicht auf eine andere umbuchen, selbst wenn dort Plätze frei sind, genau das erklärt, warum Umbuchungen bei Störungen manchmal scheitern. Das Abkommen ist zugleich die Grundlage für durchgechecktes Gepäck und für Tickets, die mehrere Airlines auf einem Beleg zusammenfassen. Billigflieger unterhalten solche Abkommen meist nicht.
Nicht zu verwechseln mit#
Ein Interline-Abkommen ist nicht dasselbe wie ein Codeshare: Das Interline-Abkommen regelt die technische Anerkennung von Tickets, der Codeshare den Verkauf unter fremder Flugnummer.
Auf Englisch#
Der englische Fachbegriff lautet Interline agreement. Englische Fassung dieses Begriffs
Verwandte Begriffe#
- Codeshare: Ein Codeshare ist ein Flug, den eine Airline unter eigener Flugnummer verkauft, während ihn tatsächlich eine andere Airline durchführt.
- Durchgechecktes Gepäck: Durchgechecktes Gepäck ist Gepäck, das beim ersten Abflug bis zum Endziel aufgegeben wird und beim Umsteigen nicht abgeholt werden muss.
- Umbuchung auf eine andere Airline: Die Umbuchung auf eine andere Airline ist die Übertragung eines Tickets auf einen anderen Betreiber, damit ein Reisender nach einer Störung früher ans Ziel kommt.
