Der Sitzladefaktor ist der Anteil der verkauften Sitzplätze an den angebotenen und misst, wie voll ein Flug oder ein Streckennetz ist.
Auch: Sitzauslastung, Load Factor.
Wie es funktioniert#
Ein hoher Wert erklärt mehrere Erfahrungen zugleich: seltene kostenlose Upgrades, knappe Prämienverfügbarkeit, mehr Überbuchungen und aufwendige Umbuchungen bei Störungen, weil kaum Ausweichplätze bestehen. Airlines steuern den Wert bewusst nach oben, weil jeder leere Sitz Erlös kostet. Für Reisende ist er deshalb ein guter Indikator dafür, wie viel Spielraum im Störungsfall bleibt.
Nicht zu verwechseln mit#
Der Sitzladefaktor ist nicht dasselbe wie die Auslastung einer einzelnen Buchungsklasse: Ein Flug kann insgesamt halb leer sein und in der günstigsten Klasse trotzdem geschlossen.
Auf Englisch#
Der englische Fachbegriff lautet Load factor. Englische Fassung dieses Begriffs
Verwandte Begriffe#
- Ertragssteuerung: Ertragssteuerung ist das Verfahren, mit dem eine Airline Sitzplätze auf Preisstufen verteilt, um den Gesamterlös eines Fluges zu maximieren.
- Nichtbeförderung: Nichtbeförderung ist die Verweigerung der Mitnahme trotz gültiger Buchung und rechtzeitiger Anwesenheit, typischerweise wegen Überbuchung des Fluges.
- Upgrade: Ein Upgrade ist der Wechsel in eine höhere Kabinen- oder Zimmerkategorie als die gebuchte, gegen Meilen, Zuzahlung oder als Statusleistung.
